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Informationen zur geförderten Umweltstudie zum Betrieb von KWK-Anlagen

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine etablierte Technologie. Bereits 1997 erzeugten KWK-Anlagen 67,6 Terawattstunden (TWh) Strom, welches einem Anteil von 13,4 % an der Stromerzeugung Deutschlands entsprochen hat. Bis 2012 stieg die Produktion auf rund 95,0 TWh an, welches die Strommenge von rund 27 Millionen Haushalten darstellt. Der flächendeckende Einsatz von KWK hat einen guten Grund – sie ist hocheffizient. So können gleichzeitig Strom und Wärme produziert und genutzt werden.

 

Die Verwirklichung von KWK-Projekten stellt aber auch ein wirtschaftliches Risiko für den Anlagenbetreiber dar, welches auf die Investitionskosten der Technik zurückzuführen ist. Das somit bestehende Risiko wirkt sich negativ auf die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger aus, Projekte zu verwirklichen. Zudem verstärken Befürchtungen hinsichtlich der Komplexität des Vorhabens, aufgrund von beispielsweise Melde-/Anzeigepflichten, die Hemmnisse einer Realisierung.

 

Auf diese Unsicherheiten möchte die Bundesregierung effektiv eingehen und potenziellen Anlagenbetreibern diverse Hilfestellungen zur Verfügung stellen. Zu diesem Zweck evaluiert die geförderte Umweltstudie Bestandsanlagen auf den Gemeindegebieten Ostbevern sowie Telgte und bündelt somit Erfahrungsberichte von Anlagenbetreibern. Mit den Ergebnissen der Studie können Interessenten sich eine Entscheidungsgrundlage bilden, auf denen sie ihre weiteren Schritte aufbauen können.

 

Innerhalb des Betrachtungsgebietes sind 45 KWK-Anlagen installiert. Bei den Anlagen handelt es sich sowohl um industrielle, als auch private und im landwirtschaftlichen Umfeld eingesetzte Anlagen. Damit variiert das Leistungsspektrum der betrachteten Anlagen stark und den Interessentinnen und Interessenten kann die Umweltstudie eine große Anlagenbandbreite bieten. Die Inhalte der Evaluierung wurden insbesondere auf praktische Fragestellungen fokussiert, damit die Ergebnisse zu einer Abnahme der Umsetzungshemmnisse bei Interessentinnen und Interessenten führen.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein, durch EU-Mitteln, gefördertes Projekt. Das Projekt wurde im Rahmen der KWK-Modellkommune Telgte-Ostbevern von dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) ausgerufen und gefördert.