Prognosebasierte Energiesteuerung2025-11-27T13:50:34+01:00
Prognosebasierte Energiesteuerung für einen höheren Eigenverbrauch von Erneuerbarer Energie.

Prognosebasierte Energiesteuerung

Vorausschauende, datenbasierte Optimierung der Energieflüsse – in Echtzeit, automatisiert und an den wirtschaftlichsten Einsatzzeiten ausgerichtet.

Durch präzise Prognosen zu Energiebedarf und -erzeugung, Preisen sowie dem Nutzerverhalten werden steuerbare Anlagen wie Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder Batteriespeicher intelligent betrieben. Das Ziel: Ein Maximum an Eigenverbrauch, eine gezielte Reduktion von Energiekosten und CO2 -Emissionen sowie die effiziente Nutzung aller verfügbaren Energiequellen.

Vorteile der prognosebasierten Energiesteuerung:

  • Steuerung und Optimierung sämtlicher Energieflüsse
  • Senkung der Energiekosten
  • Reduzierung von Verschleiß
  • Sektorenkoppelung (elektrisch und thermisch)
  • Lastspitzenkappung
  • Mehr Transparenz und Planungssicherheit

Wie funktioniert die prognosebasierte Energiesteuerung?

Die prognosebasierte Energiesteuerung nutzt Machine Learning Modelle und Algorithmen, um Energieflüsse in Echtzeit zu steuern. Das System analysiert kontinuierlich verschiedene Daten, dazu zählen:

  • Energiepreisprognosen (z. B. Spotmarktpreise)
  • Last- und Verbrauchsprognosen
  • Erzeugungsprognosen für PV- und BHKW-Anlagen
  • Wetterdaten und Temperaturszenarien
  • Anwesenheits- und Bedarfsprofile von Nutzern
  • Füllstände, Ladezustände oder Pufferspeicherverläufe

Diese Daten werden durch intelligente Algorithmen verarbeitet und führen zu vorausschauenden Entscheidungen – beispielsweise dem frühzeitigen Beladen eines Batteriespeichers bei erwarteter PV-Erzeugung oder dem gezielten Einsatz eines BHKW zur Optimierung der Netzeinspeisung.

Ob Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenkappung, CO2 -Reduktion oder Kostenersparnis – die Steuerung wird flexibel auf die Anforderungen abgestimmt.

Wo kann die prognosebasierte Energiesteuerung eingesetzt werden?

Die prognosebasierte Energiesteuerung ist wichtig, wenn komplexe Energiesysteme flexibel, wirtschaftlich und zukunftsorientiert betrieben werden sollen. Besonders wirkungsvoll ist der Einsatz bei folgenden Verbrauchern und Erzeugern:

Icon PV-Anlage.

Photovoltaikanlagen

Durch Erzeugungsprognosen für PV-Anlagen auf Basis von Wetterdaten lässt sich der Betrieb nachgelagerter Anlagen wie Wärmepumpen, Speicher oder E-Ladesäulen optimal ausrichten. Die prognostizierte PV-Leistung wird dynamisch in die Gesamtstrategie integriert – für maximale Nutzung von Solarstrom direkt vor Ort.

Windenergieanlagen

Mithilfe präziser Windprognosen wird die erwartete Einspeisemenge aus Windkraft ermittelt. Diese fließt als Grundlage in die Optimierung nachgelagerter Systeme wie Speicher, Power-to-X-Anlagen oder Ladestrategien ein. Auf diese Weise kann Windstrom besser integriert und genutzt werden – auch ohne direkte Einspeisung ins Netz.

Trafostationen und Netzkomponenten

Durch die Lastprognose auf Netzebene (z. B. für Trafostationen) lassen sich lokale Engpässe frühzeitig erkennen und steuern. Die Energiesteuerung kann so flexibel auf Belastungssituationen reagieren, Netzüberlastungen vermeiden und dezentrale Anlagen koordinieren – ein wesentlicher Baustein für das intelligente Verteilnetz der Zukunft.

Power-to-X-Systeme

In Power-to-X-Anwendungen, wie z.  B. Elektrolyse, Wasserstoffspeicherung oder thermische Speicher, sorgt die prognosebasierte Energiesteuerung für eine zielgerichtete Erzeugung und Umwandlung von Energie. Dabei werden Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen, Füllstände sowie dynamische Preissignale intelligent miteinander verknüpft. So lässt sich die Energie gezielt dann umwandeln oder speichern, wenn der Marktpreis niedrig und das Angebot hoch ist.

E-Mobilität / Ladeinfrastruktur

Die Energiesteuerung ermöglicht eine intelligente Ladestrategie auf Basis von:

  • Anwesenheits- und Mobilitätsprognosen,
  • Verfügbarkeit von Eigenstrom,
  • aktuellen und geplanten Ladezuständen sowie
  • dynamischen Strompreisen.

So wird z.  B. nachts günstig geladen oder gezielt entladen, um Lastspitzen zu vermeiden. Das reduziert Stromkosten, schont das Netz und erhöht die Wirtschaftlichkeit im Ladebetrieb.

Batteriespeicher

Die prognosebasierte Energiesteuerung steuert Lade- und Entladeprozesse von Batteriespeichern unter Berücksichtigung von:

  • Erwarteter Erzeugung,
  • zukünftigem Energiebedarf,
  • aktuellen und prognostizierten Ladeständen sowie
  • Preissignalen aus dem Energiemarkt.

So wird der Speicher dann geladen, wenn Energie günstig verfügbar ist und entladen, wenn der Verbrauch oder die Netzlast besonders hoch sind.

Blockheizkraftwerke

An KWK- und Biogasstandorten kommt die Lösung zur vorausschauenden Steuerung zum Einsatz. Hier wird auf Basis von Strompreisprognosen, Wärmebedarf und Einspeisevergütung der optimale Betriebszeitpunkt berechnet. Das Ergebnis: maximale Wirtschaftlichkeit, reduzierte CO2 -Emissionen und ein stabiler Anlagenbetrieb.

Eigenverbrauchsoptimierte Steuerung auch für zuhause

Das Home Energy Management System (HEMS) Enbas steuert Wärmepumpen, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur nicht reaktiv, sondern basierend auf Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen. So wird eigenproduzierter Strom intelligent genutzt, Strombezugskosten gesenkt und die Autarkie gesteigert.

Vorteile der prognosebasierten Energiesteuerung

Icon Ökostrom.

Eigenverbrauchsoptimierung

Alle relevanten Erzeuger, Speicher und Verbraucher werden zentral erfasst und intelligent aufeinander abgestimmt.

Senkung der Energiekosten

Durch die vorausschauende Nutzung günstiger Strompreise und die gezielte Erhöhung des Eigenverbrauchs sinken die laufende Kosten.

Reduzierung von Verschleiß

Die prognosebasierte Steuerung vermeidet unnötige Schaltvorgänge und Betriebsstunden. Das verlängert die Lebensdauer von technischen Komponenten.

Sektorenkoppelung

Strom- und Wärmeanwendungen werden aufeinander abgestimmt, sodass beispielsweise überschüssige elektrische Energie effizient zur Wärmeerzeugung genutzt werden kann.

Lastspitzenkappung

Energieflüsse werden so geplant, dass teure Leistungsspitzen vermieden werden. Das reduziert die Netzentgelte und entlastet das Stromnetz.

Mehr Transparenz

Prognosemodelle und Simulationen liefern wertvolle Einblicke in zukünftige Entwicklungen und schaffen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Betrieb und weitere Investitionen.

FAQ

In den folgenden Fragen und Antworten zur prognosebasierten Energiesteuerung erfahren Sie, welche Vorteile die Technologie bietet, welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen nötig sind und wie ein Projekt von der Anfrage bis zur erfolgreichen Umsetzung abläuft.

Welche Vorteile bietet die eine prognosebasierte Energiesteuerung?2025-08-15T15:12:42+02:00

Mit einer prognosebasierten Energiesteuerung wird der Energieverbrauch vorausschauend geplant. So lassen sich Lastspitzen vermeiden, Kosten senken und der Einsatz erneuerbarer Energien optimal und nach wirtschaftlichen oder ökologischen Kriterien ausnutzen.

Warum spart die prognosebasierte Energiesteuerung Kosten?2025-08-15T15:13:15+02:00

Die Steuerung nutzt Vorhersagen zu Energiepreisen, Verbrauch, Lasten und Erzeugung. Dadurch können Energiebezug und -einsatz so abgestimmt werden, dass die Beschaffungskosten sinken und dennoch alle Bedarfe zuverlässig gedeckt sind.

Welche Vorteile bringt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der prognosebasierten Energiesteuerung?2025-08-15T15:13:52+02:00

KI-Algorithmen lernen aus historischen Energiedaten und erstellen präzise Prognosen. Dadurch wird die Steuerung noch genauer, reagiert dynamischer auf Veränderungen und steigert die Effizienz und Kostenersparnis.

Wie flexibel ist die Lösung bei der Integration verschiedener Systeme?2025-08-15T15:15:05+02:00

Unsere Steuerung wird individuell auf das bestehendes Energiesystem angepasst. Damit können wir eine Vielzahl unterschiedlicher Komponenten integrieren – vorausgesetzt, die technischen Voraussetzungen sind erfüllt.

Welche technischen Voraussetzungen sind erforderlich?2025-08-15T15:16:02+02:00

Das Energiesystem muss über geeignete digitale Sensoren verfügen, die Messwerte an unsere Steuerung übermitteln können. Zudem sollten alle relevanten Verbrauchseinheiten direkt steuerbar sein oder technisch nachgerüstet werden können.

Welche organisatorischen Voraussetzungen sind wichtig?2025-08-15T15:16:54+02:00

Für eine erfolgreiche Umsetzung sollten Expert*innen eingebunden werden, die das Energiesystem kennen. Sie begleiten die Implementierung, nehmen Feedback entgegen und stehen für mögliche Anpassungen bereit.

Wie läuft ein Projekt von der Anfrage bis zur Abnahme ab?2025-08-15T15:17:33+02:00

Wir kombinieren den Industriestandard CRISP-DM mit agilen Methoden. Nach einer individuellen Analyse und Planung erfolgt die Implementierung der maßgeschneiderten Lösung. Schließlich wird die finale Abnahme durch uns vorgenommen.

Was ist eine prognosebasierte Energiesteuerung in einfachen Worten?2025-10-08T16:07:44+02:00

Klassische Energiesteuerungen arbeiten ohne vorausschauende Entscheidungen. Beispielsweise könnte eine Ladesteuerung damit beginnen, ein Auto zu laden, sobald der dynamische Strompreis unter der fest eingestellten Grenze von 20 ct/kWh liegt.
Damit ist gewährleistet, dass nie mehr als 20 ct/kWh für das Laden gezahlt wird. Nun gibt es jedoch Tage, an denen zeitweise deutlich günstigere Preise erreicht werden, und Tage, an denen der Preis stets über dieser Grenze liegt.
An beiden Tagen würde die klassische Steuerung „dumme Entscheidungen“ treffen: Am ersten Tag würde das Auto teurer geladen, als nötig, und am zweiten Tag überhaupt nicht.

Eine prognosebasierte Energiesteuerung hat dagegen einen zeitlichen Horizont und stellt das Laden so ein, dass immer geladen wird – und zwar so, dass es möglichst günstig ist.

Natürlich lässt sich dieses Prinzip auch auf andere energetische Prozesse und Ziele anwenden, zum Beispiel auf die Umwandlung von Strom in Wasserstoff bei gleichzeitiger Minimierung des CO₂-Fußabdrucks.

Kann eine prognosebasierte Energiesteuerung bestehende Systeme nachrüsten?2025-10-08T16:15:32+02:00

Ja! Das ist in der Regel kein Problem, solange die Anlage mit smarten Sensoren ausgestattet werden darf.

Welche Daten werden für die Prognosen genutzt?2025-10-08T16:21:40+02:00

Stromerzeugung und Verbräuche müssen durch Sensoren (z. B. smarte Stromzähler) erfasst werden. Diese Daten werden in einer Datenbank gespeichert und für Prognosen genutzt.

Ist die prognosebasierte Energiesteuerung mit erneuerbaren Energien kompatibel?2025-10-08T16:23:43+02:00

Gerade bei erneuerbaren Energien gibt es Schwankungen in der Verfügbarkeit. Durch eine prognosebasierte Energiesteuerung können diese Schwankungen vorhergesagt und der Verbrauch entsprechend angepasst werden.

Ihre Frage ist nicht dabei? Dann kontaktieren Sie uns.

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