
Batteriespeicher für Unternehmen und Kommunen
Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
- Ein Batteriespeicher ist ein zumeist stationärer Akku, mit dem Energie gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgegeben werden kann.
- Ein Batteriespeicher ist die passende Lösung, um erneuerbare Energie effizienter zu nutzen, die Netzstabilität zu erhöhen und Unabhängigkeit vom Strommarkt zu erreichen.
- Eine herstellerunabhängige Beratung zu Batteriespeichern für Unternehmen und Kommunen erleichtert die Umsetzung von der Idee bis zum Betrieb.
Warum Batteriespeicher für Unternehmen und Kommunen unverzichtbar werden
Die Energiewende ist längst kein Zukunftsprojekt mehr, sondern in vollem Gange. Ein wichtiger Teil davon ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Doch diese sind von äußeren Einflüssen wie dem Wetter, der Tages- und Jahreszeit abhängig. Um die erzeugte Energie möglichst effizient zu nutzen und zugleich das Stromnetz zu entlasten, sind Batteriespeicher notwendig. Sie speichern Überschüsse und stellen sie zur späteren Nutzung bereit. Auch für Unternehmen und Kommunen werden Batteriespeicherlösungen immer wichtiger. Doch wie findet man die passende Batteriespeicherlösung, worauf ist bei der Umsetzung eines entsprechenden Projektes zu achten und wann lohnt sich die Investition?
22 GWh: Das ist die Gesamtkapazität der zwei Millionen bislang in Deutschland installierten Batteriespeicher. Einer aktuellen Studie zufolge wird der Bedarf jedoch schon 2030 bei 100 GWh liegen, 2045 sogar bei 180 GWh. Der Grund dafür ist der Ausbau erneuerbarer Energien, die bislang aufgrund des schleppenden Netzausbaus nicht an die Verbraucher*innen verteilt werden können. Vielmehr mussten 2024 insgesamt 9,4 TWh erneuerbare Energie abgeregelt werden. Ein Wert, mit dem der gesamtdeutsche Bedarf für eine Woche gedeckt gewesen wäre. Batteriespeicher können als Lösung dienen, denn sie bieten sowohl für Unternehmen als auch Kommunen die Möglichkeit, das Netz zu entlasten und den Strom effizienter zu nutzen. Doch wie funktioniert dies?
Neue Privilegierung von Batteriespeichern
Seit dem 01.01.2026 zählen Batteriespeicher unter bestimmten Voraussetzungen und Speicherklassen zu den privilegierten Vorhaben im Außenbereich. Das bedeutet, dass kein Bebauungsplan erforderlich ist und die Dauer für Genehmigungsverfahren somit erheblich reduziert wird.
Folgende Anforderungen müssen erfüllt sein um eine Privilegierung geltend zu machen:
- Abstandsregel: Höchstens 200 Meter Entfernung zur Grundstücksgrenze eines Umspannwerks (von Höchstspannung zu Hochspannung oder von Hochspannung zu Mittelspannung) oder zur Grundstücksgrenze eines in Betrieb befindlichen oder aufgegebenen Kraftwerks ab 50 Megawatt,
- Mindestleistung: Mindestnennleistung von 4 Megawatt und
- Flächenobergrenze: Die zugelassenen Batteriespeicheranlagen in derselben Gemeinde insgesamt in Anspruch genommene Fläche (einschließlich der zugehörigen Nebenanlagen und Freiflächen) überschreitet nicht 0,5 Prozent der Gemeindefläche und beträgt höchstens 50.000 m².
Im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens ist zudem nachzuweisen, dass sonstige öffentliche Belange wie Brandschutz, Umwelt- und Artenschutz, Immissionsschutz sowie der Netzanschluss nicht beeinträchtigt werden.
Gerne unterstützen wir Sie in allen Leistungsphasen und übernehmen das Genehmigungsverfahren. Melden Sie sich gerne!
Unterschiedliche Batteriespeicher-Technologien für Unternehmen und Kommunen
Mit den erneuerbaren Energien ist das Stromnetz in Deutschland größeren Schwankungen und damit höheren Belastungen ausgesetzt, als das zuvor der Fall war. Batteriespeicher sorgen für eine Entlastung. Denn bei ihnen handelt es sich um stationär errichtete Akkumulatoren, mit denen Energie gespeichert werden kann. Ein konkretes Beispiel: An einem sonnigen Tag, an dem um die Mittagszeit sowohl private Solaranlagen Überschüsse produzieren und ins Netz leiten als auch die Produktion von Freiflächen-PV-Anlagen auf einem Höchststand ist, kommen Batteriespeicher zum Einsatz. Damit das Netz nicht überlastet wird, nehmen Speicher den überschüssigen Strom auf. Dafür braucht es keine eigene Erzeugungsanlage. So kann der Batteriespeicher bei einer drohenden Überlastung zu besonders geringen Kosten Strom aus dem Netz beziehen. Ist am Abend die Sonne untergegangen, besteht ein erhöhter Bedarf. Zu diesem Zeitpunkt wird der Speicher wieder entladen.
So viel zum netzdienlichen und marktdienlichen Einsatz. Weitaus mehr profitieren können Kommunen und Unternehmen mit einer eigenen Erzeugungsanlage. Hier kann der Batteriespeicher den selbst produzierten Überschuss aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben, um den eigenen Strombedarf zu decken.
Dafür bietet der Markt unterschiedliche Batteriespeicher-Technologien:
- Lithium-Ionen-Batterien (LIB) sind die gängigste Variante mit einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis, einer langen Lebensdauer und hoher Leistung. Dabei hat sich Lithium-Eisenphosphat (LFP) als günstig und sicher durchgesetzt.
- Natrium-Ionen-Batterien (NIB) bieten eine geringere Energiedichte, sind jedoch kostengünstiger und nicht auf den kritischen Rohstoff Lithium angewiesen.
- Bleiakkumlatoren sind weit verbreitet und robust. Allerdings haben sie eine begrenzte Lebensdauer von 300 bis 500 Zyklen, ein hohes Gewicht sowie einen geringeren Wirkungsgrad.
- Redox-Flow-Batterien eignen sich sowohl zur Kurz- als auch zur Langspeicherung, befinden sich jedoch noch in der Entwicklung.
Grundsätzlich sollten Kommunen und Unternehmen bei der Auswahl mehrere Kennzahlen wie die Lebensdauer, die Garantie und den Wirkungsgrad in den Blick nehmen. Letzterer beschreibt, wie hoch die Energieverluste beim Be- und Entladen sind. Je höher der Wirkungsgrad, desto höher ist auch die Effizienz. Nicht zuletzt spielt die Entladungstiefe eine Rolle, die angibt, zu welchem Prozentsatz der Batteriespeicher regelmäßig entladen werden kann, ohne Schaden zu nehmen.
Geschäftsmodelle von Batteriespeichern
Neben der Wahl der Technologie stellt für Kommunen und Unternehmen vielerorts die Entscheidung des richtigen Betreibermodells eine Herausforderung dar. Dabei steht vor allem der geplante Anwendungsfall im Fokus. Für Unternehmen mit einer hohen Netzanschlussleistung und hohen Flächenkapazitäten beispielsweise bietet sich ein Standalone-Speicher an. Dieser hat einen eigenen Netzanschluss und ist demnach weder mit einer Erzeugungsanlage noch mit einem Verbraucher, in diesem Fall dem Unternehmen, verbunden. Damit eignen sie sich zur Teilnahme an Strommärkten und bieten aufgrund der volatilen Börsenstrompreise ein hohes Erlöspotenzial.
Insbesondere für Quartierslösungen und in der Wohnungswirtschaft kommen Aggregationsmodelle zum Einsatz. Hierbei werden mehrere kleine Speicher virtuell zusammengeschlossen und gemeinsam am Energiemarkt vermarktet. Nach vorheriger Qualifizierung durch den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber ist damit eine Teilnahme am Regelenergie- und Flexibilitätsmarkt möglich, was für Zusatzerlöse sorgt.
Vorteile durch PV-Anlage
Steht am Standort eine eigene Solaranlage zur Verfügung, macht eine andere Variante Sinn, die auch bei Solarparks oder Quartierslösungen in Kommunen Anwendung findet: ein Co-Location-Speicher. Die Erzeugungsanlage und der Batteriespeicher werden gemeinsam betrieben, wobei sie sich den Netzanschluss sowie die Infrastruktur teilen. Hier sind vor allem der erhöhte Eigenverbrauch und die Förderfähigkeit Argumente.
Eine höhere Wirtschaftlichkeit der eigenen Solaranlage lässt sich zudem über Eigenverbrauchsoptimierung erreichen. Hierbei wird der Batteriespeicher nicht mit Strom aus dem Netz, sondern mit dem selbst produzierten überschüssigen Strom geladen, der später bei Bedarf zur Verfügung steht. Somit sinkt die eher unwirtschaftliche Einspeisung ins Netz mit geringen Vergütungen.
Wann sich ein Batteriespeicher für Kommunen und Unternehmen lohnt
Bereits deutlich geworden ist, dass gerade die Kombination von PV-Anlage und Batteriespeicher sowohl für Kommunen als auch für Unternehmen deutliche Ersparnisse schafft. Doch damit sich die Investition in einen Batteriespeicher am Ende wirklich lohnt, sollten mögliche Förderungen auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene in den Blick genommen werden. Besonders wichtig ist zudem die Dimensionierung des Speichers. Wird ein Speicher nicht voll genutzt, weil er zu groß bemessen ist, schwinden die finanziellen Vorteile ebenso wie im Fall, dass Speicher zu klein sind, um das gesamte Energiepotenzial aufzunehmen. Wie also die richtige Größe finden?
Eine Faustregel richtet sich nach dem Jahresstromverbrauch und der Nennleistung der PV-Anlage. Wenn Ersterer z. B. bei 1.000 kWh oder Letztere bei 1 kWp liegt, so macht eine Speicherkapazität von 1 kWh Sinn.
Eine genauere Berechnung bezieht drei Aspekte mit ein. Um sicher zu sein, dass genügend PV-Strom zur Verfügung steht, damit sich der Batteriespeicher lohnt, sollte er pro 0,5 kWp höchstens 1 kWh Kapazität bieten. Damit der Speicher nicht zu groß wird, darf die Kapazität pro kWp 1,5 kWh nicht übersteigen. Zu klein wäre der Batteriespeicher, wenn die Speicherkapazität pro 1.000 kWh Verbrauch höher als 1,5 kWh ist.
Zahlreiche Mehrwerte für Unternehmen und Kommunen
Batteriespeicher sorgen für mehr Unabhängigkeit, Flexibilität und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Doch es lassen sich darüber hinaus auch deutliche Einsparungen durch die Senkung der Stromkosten erzielen, die über die Reduzierung des Leistungspreises erfolgt. Denn dieser ist der Teil des Netzentgeltes, der sich allein an der Spitzenlast orientiert. Dies ist die höchste Leistung, die ein Verbraucher im Jahr bezieht. Mit einem gezielten Einsatz des Batteriespeichers, der Lastspitzen durch den gespeicherten Strom ausgleichen kann, sinkt der höchste im Jahr gemessene Leistungsbezug und damit auch der Leistungspreis. Je nach Ausgangslage kann durch diese Spitzenlastkappung, auch Peak Shaving genannt, das Netzentgelt erfahrungsgemäß um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Besonderheiten bei Batteriespeichern für Unternehmen oder Kommunen
| Unternehmen | Kommunen | |
|---|---|---|
| Ausgangslage |
Unternehmen aus Industrie, Logistik und Handel kämpfen mit steigenden Energiepreisen, der Fokus liegt auf der Reduzierung von Lastspitzen und Sicherstellung der Produktionsprozesse |
Hoher Stromverbrauch und volatile Lastprofile machen den wirtschaftlichen und nachhaltigen Betrieb der Liegenschaften der Kommune zur Herausforderung |
| Mehrwerte eines Batteriespeichers |
Reduzierung des Leistungspreises durch Peak Shaving In Kombination mit einer PV-Anlage Eigenverbrauch erhöhen Absicherung kritischer Prozesse bei Stromausfall Teilnahme an Flexibilitäts- und Regelenergiemärkten Schnelle Amortisation bei wirtschaftlich tragfähigen Modellen |
Integration erneuerbarer Energien Senkung der Netzentgelte durch Lastspitzenkappung Bei Quartierslösungen und Mieterstrommodellen Versorgung weiterer Anwender*innen mit grünem Strom Wirtschaftliche Umsetzung bei Contracting-Modellen und Fördermittelberatung |
| Weiterführende Lösung |
Integration eines Energiemanagementsystems |
Integration von PV-Anlagen und Ladeinfrastruktur |

Besonderheiten bei Batteriespeichern
Für Unternehmen
Für Kommunen
Beratung von der Idee bis zur Umsetzung
Der Einsatz von Batteriespeichern schafft sowohl für Kommunen als auch für das Unternehmen große Chancen und Potenziale.
Damit die Integration von Batteriespeichern erfolgreich und reibungslos verläuft, sollten Unternehmen und Kommunen auf professionelle Beratung setzen. Es braucht Spezialist*innen, die von der Idee bis zum Betrieb unterstützen und herstellerneutral zur bestmöglichen Lösung für den jeweiligen Anwendungsfall beraten können.
Bei energielenker umfasst die Beratung zu Batteriespeicher-Projekten neun Schritte:
- Bestandsaufnahme und Standortanalyse:
Erfassung aller technischen und infrastrukturellen Gegebenheiten, Bewertung von Standortvorteilen und Herausforderungen - Genehmigungsrechtliche Prüfung und Bauantrag:
Prüfung der Genehmigungsfähigkeit, Vorbereitung des Bauantrags, Koordination von Gutachten - Energiebedarfs- und Lastganganalyse: Analyse künftiger Lastgänge als Grundlage der Dimensionierung unter Berücksichtigung bestehender und geplanter Erzeugungs- und Verbrauchsanalgen, Identifikation von Optimierungspotenzialen und Lastverschiebungen zur netzdienlichen Steuerung
- Technologiewahl und Herstellervergleich:
Neutraler Vergleich aller relevanten Batteriespeicher-Technologien hinsichtlich Effizienz, Lebensdauer, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit, objektive Marktanalyse - Speicherdimensionierung und Betriebsvarianten:
Berechnung optimaler Speicherkapazität nach regulatorischen Vorgaben und Nutzeranforderung, Bewertung unterschiedlicher Betriebsarten - Geschäftsmodelle und Wirtschaftlichkeit:
Analyse von Betreibermodellen wie Direktinvestition, Eigenbetrieb oder Contracting, Grobkostenschätzung sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, Recherche nach relevanten Fördermitteln - Integration und Digitalisierung:
Einbindung des Batteriespeichers in das bestehende Lastmanagement und Energiemanagementsystem - Handlungsempfehlung und Managementvorlage:
Entwicklung einer aussagekräftigen Managementvorlage und konkreter Handlungsempfehlungen, Präsentation und Umsetzungsoptionen im Rahmen eines Workshops - Begleitung bis zur Umsetzung:
Unterstützung bei Fachplanungsleistungen, planungsrechtlichen Fragestellungen und Errichtungsleistungen
Fazit: Batteriespeicher als zentraler Baustein für eine nachhaltige Energieversorgung
Klar ist, Batteriespeicher gewinnen wesentlich an Bedeutung. Dabei spielen neue Zelltechnologien eine wichtige Rolle. Zudem sollen Batteriespeicher künftig immer modularer aufgebaut werden. Darüber hinaus fallen die Preise, während Langzeitspeicher eine noch bessere Reaktion auf die volatile Erzeugung bei erneuerbaren Energien ermöglichen. Damit steigen die Netzstabilität und Flexibilität. Zukünftig werden technologische Innovation, Kostenreduktion, politischen Rückenwind und die zwingende Notwendigkeit für die Energiewende im Fokus stehen. Ein guter Grund, schon jetzt in die Planung für einen Batteriespeicher einzusteigen und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Wir sind für Sie da



